Zwei Jahrzehnte in Besançon
Silbersteins Uhren sind am Handgelenk sofort erkennbar: Gehäuse in Primärfarben, dreieckige Stundenzeiger, quadratische Minutenzähler, geometrische Reduktion mit Konsequenz. 2012 schloss das unabhängige Maison, und die bestehenden Referenzen wurden sofort zu Sammlerstücken. Heute lebt der Name Silberstein in limitierten Kooperationen weiter — am prominentesten mit MB&F bei der LM101 —, doch der Markt folgt den ursprünglichen Stücken aus Besançon.
Was eine Silberstein ausmacht
Die Reduktion auf Primärfarben (Rot, Blau, Gelb) und Grundformen (Kreis, Quadrat, Dreieck) verleiht jeder Silberstein ihre sofort erkennbare Signatur, doch das technische Fundament ist ernsthafte Uhrmacherei. Die Uhrwerke stammen in der Regel aus der Schweiz — ETA, Lemania, Frédéric Piguet —, teils mit eigens entwickelten Komplikationen bis hin zum Tourbillon. Die Gehäuse sind aus Titan oder Stahl, die Zifferblätter von Hand appliziert, die Auflagen bewusst klein: Selten überstieg eine Referenz einige hundert Stück.
Warum Estate-Silberstein
Da das ursprüngliche Atelier geschlossen ist, ist jede Silberstein auf dem Markt per Definition Estate oder Pre-Owned. Drei Referenzen sind bei Sammlern besonders gefragt: der Krono Bauhaus Chronograph, weithin als Signaturstück der Marke angesehen, die Marine-Kollektion und die seltenen Tourbillon-Calendrier-Komplikationen. Almaz prüft jedes Stück anhand von Archivmaterial auf Echtheit und nimmt nur Uhren auf, deren Gehäuse, Zifferblatt und Werk original zusammengehören.
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Häufige Fragen
Wird Alain Silberstein noch produziert?
Das ursprüngliche Atelier in Besançon wurde 2012 geschlossen. Silberstein entwirft weiterhin unter eigenem Namen in limitierten Kooperationen, vor allem mit MB&F. Die klassischen Referenzen gibt es nur noch auf dem Estate-Markt.
Sind Silberstein-Werke hauseigene Kaliber?
Nein. Die Werke sind Schweizer Basiskaliber (ETA, Lemania, Frédéric Piguet), die nach Silbersteins Vorgaben finissiert und um Komplikationen ergänzt wurden. Ein Service ist daher bei jedem qualifizierten, in der Schweiz ausgebildeten Uhrmacher problemlos möglich.